Diesmal ohne Audio wegen Schnupfen-Stimme… 🤧
Hallo ,
Neulich hatte ich einen A-ha-Moment.
Eine der bekanntesten Coachinnen in Deutschland wurde u.a. erfolgreich durch ein Buch und Konzept, in dem sie das Thema limitierende Glaubenssätze angeht, diese aber "Mindfucks™️" nennt - und auf den Begriff hat sie sogar das Copyright bzw. es ein eingetragenes Markenzeichen.
Eine andere internationale Coachin spricht von "prison guards" - im Grunde geht es hier aber auch um limitierende Glaubenssätze.
🤔
Expertinnen bauen also zu ihrer Expertise eine Marke ("Brand") auf.
So werden sie als Expertin wahrgenommen. Dafür müssen Sie nicht einmal etwas Neues erfinden, sondern verwenden etwas Vorhandenes.
Was denkst du darüber?
In der letzten Woche habe ich davon erzählt, wie du Selbstvertrauen aufbauen kannst, zur Expertin wirst und dann den Mut hast für den nächsten Schritt.
Vielleicht ist der nächste Schritt, mit dem was Du gut kannst, Deiner Persönlichkeit, sichtbar zu werden?
Ist das die mit dem Pony?
Letztes Jahr moderierte ich einen Strategie Workshop mit Führungskräften. Dort kam das Thema auf eine Mitarbeiterin, die eine Aufgabe übernehmen sollte. Beim Namen fragte dann jemand, wer sie sei und bekam als Antwort: "Das ist die mit dem kranken Pony!".
Allen war klar, um wen es sich handelt. Erst fand ich es sehr oberflächlich, dass sie nur wegen eines Ponys in Erinnerung geblieben war.
Andererseits…
Unser Gehirn kann sich etwas (z.B. einen Namen) besser merken, wenn es mit einer Emotion oder einem Bild verknüpft wird.
Die Mitarbeiterin, bleibt also im Kopf der Leute verknüpft mit dem Pony. Das Pony ist ein Anker, das sie in Erinnerung hält. Ich hoffe nur, dass sie es auch schafft, mit ihrer Expertise in Erinnerung zu bleiben, nachdem das Pony der Türöffner war.
Ich in drei Hashtags
Immer wieder erlebe ich es in Workshops oder in anderen Meetings, dass man sich kurz vorstellen soll. Immer dann, wenn es auch etwas persönlicher wird.
Sehr beliebt ist die Übung, drei Schlagworte zu nennen und etwas dazu zu erzählen - das letzte Mal hieß es: „Ich in drei Hashtags“.
Gar nicht mal so einfach, sich mit nur drei Worten zu beschreiben, oder?
Mich hat ja immer gestresst, aufzupassen nicht etwas zu erzählen, das zu persönlich ist aber auch nicht zu langweilig ist. Oder etwas, das man nicht mehr los wird.
Vielleicht will ich mich auch nicht festlegen. Meine 3 Themen könnten sich in den nächsten Monaten wieder ändern.
Je nach Teilnehmerkreis muss man bei solchen Sachen auch strategisch denken - im Sinne der eigenen „Marke“. Auch als Angestellte brauchst Du diese Art von Sichtbarkeit.
Die Frage ist hier: Wofür stehst Du?
Was sind deine 3 Hashtags? Aktuell, privat, im Job….?
Du bist (k)eine Marke
Und zum Schluss noch ein Reminder: Bleib cool, denn das Leben ist nicht nur der Job oder was Du machst. Schon auch, aber nicht nur!
Eine meiner Lieblings Coaches Alexis Rockley schreibt in ihrem Buch Find your F*ckyeah folgende Worte:
„Du bist keine Marke.
Du bist niemandem, nicht einmal dir selbst, eine stromlinienförmige Lebensgeschichte schuldig, denn du bist keine Marke.
Du musst nicht "auf dem Papier" gut aussehen. Es wird seltsame Lücken in Deinem Lebenslauf geben, die schwer zu erklären sind, und peinliches Schweigen beim Smalltalk mit Fremden darüber, was Du "machst" oder wie Du "hierher" gekommen bist.
Die Wahrheit ist, dass dein Lebensweg sprunghaft sein wird. Du wirst schnell von einer Sache zur nächsten wechseln.
Erlaube Dir den Raum, Dich zu verändern, immer und immer wieder, Dein ganzes Leben lang.
Du bist ein wandelndes kosmisches Experiment, ein schönes Durcheinander.
Sei jemand, der zu kompliziert ist, um ihn im Smalltalk zusammenzufassen.“
Das lass ich mal so stehen, .
Bis zum nächsten Letter.
Liebe Grüße, Anna 💋
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