How to: weiterempfohlen werden
Mar 10, 2025 6:38 pm
Hallo ,
eine der Sachen, die mir am Dozent:innen-Business am meisten Spaß machen: Kolleg:innen Jobs verschaffen! Nicht selten werde ich von Auftraggeber:innen gefragt, ob ich auch jemanden kennen, der verwandte Themen abdecken kann. Oder ich werde für etwas angefragt, was nicht meinem Fokus entspricht, und kann dann direkt die Anfrage weiterleiten.
Damit das funktioniert, müssen meine Kolleg:innen aber gut "weiterempfehlbar" sein. Dafür heute ein Beitrag über 3 Dinge, die es mir leicht machen, euch weiterzuempfehlen.
(Hint, hint: diesen Beitrag habe ich von meinem persönlichen Blog recycelt. Enjoy. Wer ihn schon kennt: Ihr seid MVPs! 🫶🏻)
bitte lass mich dich weiterempfehlen 🙏🏻
Mittlerweile habe ich in meinem E-Mail-Programm einen kleinen Verteiler, an den ich solche Anfragen sende. Der ist zum einen aus persönlichen Kontakten gewachsen, aber auch durch ein paar Aufrufe bei Instagram. Dort habe ich dazu aufgerufen, sich für den Verteiler zu melden, wenn man entweder (a) ähnliche Dinge wie ich macht, oder (b) verwandte Bereiche abdecken kann, die ich nicht machen kann – Webdesign und Webentwicklung steht da zum Beispiel hoch im Kurs.
Leider klingen die Antworten oft so: „Hey Kato, nimm mich bitte in deinen Verteiler auf! komischemailadresse456@gmx.de“. Uff. Ja meinetwegen kann ich dich in den Verteiler aufnehmen – aber mach es mir doch einfach(er), dich weiterzuempfehlen!
Die folgenden drei Dinge wünsche ich mir von dir, damit ich dir gerne Anfragen weiterleite und Aufträge vermittle:
1) ein Elevator Pitch
Jaja, Elevator Pitch klingt gleich nach Startup-Bullshit. Ich meine aber keinen Pitch, den du auf einer Bühne oder in einem Aufzug runterrattest. Stattdessen meine ich: eine kurze, präzise Selbstbeschreibung, die du mündlich oder schriftlich nutzen kannst, um potenziellen Kund:innen (oder Kooperationspartner:innen oder Multiplikator:innen 👋🏻) klar zu machen, was du machst und anbietest.
Hier ein paar Elemente, die in diesem Pitch drinstecken sollten/könnten:
- was genau bietest du an? (bitte nicht einfach nur „Design“, sondern was genau?)
- wer ist deine Zielgruppe? Bist du auf eine bestimmte Branche spezialisiert?
- bei sowas wie Workshops, Beratungen und Co: arbeitest du remote oder vor Ort? Wenn letzteres, in welcher Region?
- wie viel Erfahrung hast du? Wie lange machst du das schon?
- wie sieht deine Preispolitik aus? Berechnest du Paketpreise oder Stunden-/Tagessätze?
- hast du aktuell freie Kapazitäten? Wenn nein, ab wann?
Diesen 2-3 Sätze langen Pitch schreibst du mir dann gern per Mail. Und als Absender wählst du bitte…
2) eine vernünftige Mailadresse
For the love of god – wenn du selbstständig bist (und sei es nur nebenberuflich) – besorg dir bitte eine vernünftige Mailadresse! Und nein, gmx, hotmail oder yahoo sind nicht „vernünftig“! Du kriegst schon für 3€ im Monat eine Domain plus Webspace und Mailpostfach. (Schau bitte in diesem Beitrag, da hab ich aufgeschrieben wie das geht.)
Nutze deinen Klarnamen (vorname-nachname.de) oder – falls der schon vergeben ist – einen Brand-/Projektnamen (projektname.de) oder die Kombi aus Nachnamen/Projektnamen und Tätigkeitsfeld (nachname-design.de).
Du musst nichtmal die zugehörige Website gestalten! (Ich fänds geil, keine Frage. Aber eine funktionstüchtige Website gehört nicht zu meinen drei Wünschen.) Aber statt der Website wünsche ich mir…
3) ein Portfolio
Okay, du sagst jetzt wahrscheinlich „Hä? Aber ein Portfolio ist doch eine Website?!“. Nein, das muss es nicht unbedingt sein. Anstelle einer Website kannst du zum Beispiel auch ein schickes PDF layouten, eine simple Landingpage anlegen oder einen Portfolio-Dienst nutzen. Für Journalist:innen gibt’s z.B. Torial, für Designer:innen Behance.
Dein Portfolio sollte ein paar aktuelle Arbeitsproben enthalten, auf die du stolz bist und die deine Fähigkeiten/ Schwerpunkte/ Themen /Handschrift widerspiegeln. (Hint, hint: Du musst nicht für jedes Portfoliostück bezahlt worden sein. Du kannst auch Arbeiten aus Praktika, Ehrenamt, pro bono Work oder Passion Projects mitreinnehmen.)
(Speziell für Workshopangebote entwickle ich mit meinen Accelis Mappen, die easy als PDF an Auftraggeber:innen in spe geschickt werden können!)
Mit der präzisen Selbstbeschreibung, ein paar Arbeitsproben und einer E-Mail-Adresse, bei der mir nicht das Lachen im Halse stecken bleibt, schicke ich deinen Kontakt sehr gern weiter.
LG Kato ✨
Bock auf Workshop-Business? Komm in den Accelerator, mein Gruppencoachingprogramm!
Aktuelle Kapazität:
- Zeitraum April/Mai/Juni: noch 1 freier Platz
- Zeitraum Mai/Juni/Juli: noch 3 freie Plätze
(Der Accelerator ist mein 3-Monats-Programm um Workshops als Standbein in eurem Business aufzubauen – mit einem didaktisch fundierten Workshopkonzept und einem individuellen Marketingplan.)
P.S.: falls das für jemanden von euch hier interessant ist: morgen endet die Bewerbungsfrist für meine Selbstständigen-Community, den Hexenzirkel. Alle Infos hier: https://hexen-zirkel.de/