Hallo, meine Lieben!
Ich weiß, seit meiner letzten E-Mail ist viel Zeit vergangen, aber ihr könnt euch sicher sein, dass ich fleißig gearbeitet habe, und jetzt habe ich endlich eine neue Übersetzung für euch! Mein neuestes Buch, Gekauft vom Maskierten Kantor, ist gerade diese Woche erschienen und jetzt auf Deutsch erhältlich. Es gehört zur Reihe Brautmarkt für Monster. Diesen Oktober haben meine Autorenfreunde und ich uns für das Thema „maskierte Monster“ entschieden.
Gekauft vom Maskierten Kantor ist von „Das Phantom der Oper“ inspiriert. Es ist süß, vielleicht ein bisschen düster, sehr romantisch und im Gothic-Stil gehalten. Ich hoffe, es gefällt euch!
Außerdem hat mein Mann ein paar tolle Bilder dafür gemacht, und weiter unten zeige ich euch einige davon.
Jetzt, wo dieses Buch fertig ist, werde ich für den Rest des Jahres eine Pause machen. Die letzten zwei Jahre waren intensiv, ich habe viele Bücher veröffentlicht, und mein Nervensystem schreit danach, dass ich es eine Weile langsam angehen lasse. Das nächste Buch von Cara Wylde wird höchstwahrscheinlich nächstes Jahr erscheinen. Bis dahin werde ich euch über neue Übersetzungen meiner engsten Autorenfreunde informieren, besonders in der Reihe Brautmarkt für Monster.
Ich wurde angebetet. Geliebt wurde ich nie.
Seit Jahrhunderten lebe ich allein. Kantoren sind selten, und wir können nicht zusammenbleiben. Unser Gesang vergiftet den Verstand. Menschen knien nieder, gründen Kulte um uns und vergessen, dass sie je etwas anderes wollten, als uns zu gefallen.
Ich stelle mir schon länger eine Gefährtin vor, als ich zugeben möchte. Jemanden aus Fleisch und Blut, der neben mir sitzt und aus freien Stücken mit mir spricht. Eine Frau, deren Zuneigung ich vertrauen könnte.
Ein törichter Traum. Ich habe mir nie erlaubt zu hoffen.
Dann, eines Nachts, lassen die Menschen dort oben eine Opfergabe in meine Höhle hinab. Eine Braut mit hellem Haar, leuchtenden Augen und von tiefen Narben gezeichneter Haut, und doch so schön, dass es mich schmerzt. Ich fürchte den Augenblick, in dem meine Stimme ihr den Verstand rauben wird.
Meine ersten Worte an sie sind, dass ich ihr kein Leid zufügen werde. Sie schüttelt den Kopf, deutet auf ihr Ohr und sagt mir: „Ich bin taub."
Sie kann mich nicht hören. Mein Gesang kann sie zu nichts zwingen. Was auch immer sie von mir denkt, was auch immer sie fühlt, gehört ihr.
Ich verspreche mir selbst, dass ich sie befreien werde.
Allzu bald erkenne ich, dass es leicht war, selbstlos zu sein, als ich nichts hatte, das ich behalten wollte.
Viel Spaß beim Lesen!
Cara
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