Ich bin wieder da.
Feb 12, 2026 4:27 pm
Hallo ihr,
Ich bin jetzt seit fünf Monaten Mama.
Und bis etwa zum Jahreswechsel war es so, als ob es zwischen mir und der Welt keine richtige Grenze gäbe. Alles war so verschwimmend und weich. Erst jetzt, in den letzten sechs Wochen, komme ich richtig an in diesem neuen Leben. Und das ist nicht nur deshalb ein neues Leben, weil sich so viel verändert hat. Ich bin mehr denn je überzeugt, dass Geburt so gemeint ist, dass sich auch die Mutter selbst neu auf die Welt bringt. Manche Teile von mir sind einfach weg. Und so sehr ich darum im Prozess der Schwangerschaft getrauert habe: Jetzt frage ich mich, was an dem vorher so toll gewesen sein soll.
Diese letzten Monate haben ein paar erfreuliche Erkenntnisse gebracht. Zum einen: Ich bin doch keine Rabenmutter.
Zum Anderen: Ich war noch nie in meinem Leben so produktiv. Ernsthaft. Ich habe nicht mehr als eine Stunde am Tag Zeit. Trotzdem ist das Manuskript meines Romans jetzt fast fertig. Und ich habe außerdem ein neues Blogprojekt gestartet.
Ich lache mich selber ein bisschen aus deswegen, aber so ist es. Ein paar Blockaden, die ich immer hatte, habe ich in meinem alten Leben zurückgelassen.
Für die von euch, die es noch nicht wussten: Der Blog HeuteAlsoMorgen und der Podcast Reclaiming the Shadow sind beendet. Das passt einfach nicht mehr. Einen ausführlichen Abschiedsartikel dazu findet ihr auf HeuteAlsoMorgen. Gleichzeitig habe ich ein neues Blogprojekt gestartet: Die unerzählte Geschichte Albaniens. Der erste Artikel davon ist seit heute Morgen online!
In der Recherche zum Roman habe ich unfassbar viel Material gesammelt: Interviews, persönliche Geschichten, zeitgeschichtliche Dokumente. Alles Dinge, die die offizielle Erklärung der albanischen Geschichte herausfordern und die Perspektiven derer einbringen, die in der ganzen Entwicklung scheinbar keine Rolle spielen: Die ärmere, ländliche Bevölkerung im Süden. Außerdem erzähle ich auf diesem Blog meine eigenen Erlebnisse in Albanien und wie es überhaupt zu dem Romanprojekt gekommen ist.
Wie konnte es passieren, dass 1997 Tausende von Albanern ihr Geld in betrügerischen Finanzsystemen verloren - und das Land im Chaos versank? Und was bedeutet Geschichte für die Menschen, die sich selbst nicht als aktive Akteure erleben - Menschen wie uns?
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Danke, dass ihr hier seid und liebe Grüße,
Marleen