Rhythm is a dancer... und hilft in unsicheren Zeiten...

Mar 01, 2021 6:26 am

Liebe*r Leser*in,


herzlich Willkommen zum zweiten #IdeeQuadrat Newsletter des Jahres 2021!

Ja, krass, oder? Schon wieder ein neuer Monat!


Zeit, sich dem Newsletter zu widmen, um endlich mal einen regelmäßigen Newsletter-Rhythmus zu realisieren...


Rhythmus ist ein gutes Stichwort. Ich weiß nicht, wie es Dir geht, aber ich finde es gerade unfassbar, wie die, oder besser, wie meine Zeit vergeht. Es ist krass, welcher Beschleunigung wir - gefühlt - unterworfen sind, obwohl pandemiebedingt doch alles stillstehen sollte, oder?


Keine Flüge, keine Reisen, keine Feste, kein Wochenende, kein Feierabend, keine Zeit... Seltsam, vor allem, dass für einen Teil der Menschheit unserer Gesellschaft aus dem Stillstand der Welt eine der Digitalisierung geschuldete enorme Arbeitsverdichtung geworden ist. Und meine Tante - Friseurin - hat das gegenteilige Problem, ausgelöst durch die gleiche Ursache und insbesondere dramatisch, da sie sich erst vor Kurzem mit einem eigenen Salon hat selbständig gemacht.


Beiden Seiten - ihr wie mir - fehlt in diesen Zeiten der Rhythmus, es fehlen Feste, Wochenenden, Feierabende, Rituale. Hartmut Rosa schreibt in seinem nicht neuen und gleichwohl hochgradig aktuellem Buch "Beschleunigung", dass "das Tempo des Lebens (...) zugenommen [hat] und mit ihm Stress, Hektik und Zeitnot, so hört man allerorten klagen - obwohl wir (...) auf nahezu allen Gebieten des sozialen Lebens mithilfe der Technik enorme Zeitgewinne durch Beschleunigung verzeichnen können. Wir haben keine Zeit, obwohl wir sie im Überfluss gewinnen" (Rosa, 2005, 11).


Geben uns Rituale die Struktur, die wir brauchen, um innehalten zu können?


Früher war das noch einfacher: Sonntags in die Kirche und dann wieder Woche, solange, bis das nächste Fest anstand, Weihnachten, Ostern, Nikolaus, Urlaub, Hochzeiten, Beerdigungen, Woche, Wochenende.


Aber allein das den kleinen Rhythmus der Woche unterbrechende Konzept Wochenende scheint sich in Zeiten der Pandemie erübrigt zu haben. Es bleibt ein Zeitbrei, an dem man sonntags einzig nicht in den Aldi zum Einkaufen kann.


Wir sind also gezwungen, uns unsere Rituale selbst zu machen, jede*r für sich. Wir sind gezwungen, unseren Tag einzuteilen und Anfang und Ende von Arbeit, der Woche, des Monats, Spannung und Entspannung selbst zu bestimmen. Selbstbestimmt jeden Tag bestreiten - das ist anstrengend und faszinierend zugleich, da viele von uns über die besondere Situation erstmals in die Lage versetzt werden, den eigenen Rhythmus zu fühlen bzw. sich zumindest damit zu befassen. 


Und im Kontext zeitgemäßer Organisationsentwicklung sind Rituale ebenfalls wichtig. So bedarf jede organisationale Veränderung zunächst einmal Instabilität: Nur dann, wenn ein System in einem instabilen Systemzustand ist, ist Veränderung möglich. Instabilität kostet jedoch deutlich mehr Kraft, Aufmerksamkeit, Anstrengung. Das merken wir in der aktuellen, mehr als instabilen Gesamtlage.


Gleichzeitig ist aber gerade jetzt, wo viele als sicher geglaubte Prinzipien, Arbeitsweisen und "Selbstverständlichkeiten" infrage gestellt werden, ein guter Zeitpunkt, Wandel zu verstetigen.


Lange Rede, kurzer Sinn:


Pass auf Dich und Deinen Rhythmus auf und nutze die sich durch die Instabilität ergebenden Möglichkeiten.


Dein


Hendrik

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Blog

Puh, ich bin im Februar kaum zum Schreiben gekommen. Das ist hart, denn Schreiben ist für mich eine wunderbare Möglichkeit, mich, mein Leben und meine Learnings zu reflektieren.


Aktuell jedoch fehlen Zeiten und Möglichkeiten, um gute Beiträge schreiben zu können.


the end of new work


Aber zumindest habe ich einen Beitrag verfasst, der tatsächlich eher meine aktuelle Situation reflektiert und die Frage aufwirft, wie es gelingen kann, selbstbestimmter unter den oben skizzierten Bedingungen zu agieren.


Denn, so die These des Beitrags, wir sind in der aktuellen Situation (aus der Perspektive eines Wissensarbeiters im Homeoffice) deutlich stärker auf uns selbst zurück geworfen, als dies vormals der Fall war. Und über die verstärkte Beschäftigung mit dieser Selbstbestimmung ergibt sich dann, so die Hoffnung des Beitrags, ein neues Verständnis von New Work.


Aber lest selbst...

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Podcast

Auch im Bereich Podcast kann ich hier nur auf eine Folge hinweisen.


So hat schon zum zweiten Mal der Werkraum Zukunft stattgefunden. Dabei hat uns Katrin Reiner mitgenommen in die Verbindung aus Diversität und Innovation. Auch hier will ich gar nicht mehr zum Input sagen, vielmehr müsst ihr euch selbst überraschen lassen (und es ist wirklich überraschend).


Mehr zu Katrin und Ihrer Arbeit findest Du hier beim Stadtteilzentrum Berlin Steglitz. Und mehr zu ihrem Ehrenamt im Trans-Kinder-Netz e.V. findest Du hier.


Ah, und Du kannst Dir schon direkt den 06. Mai 2021 vormerken! Da gibt es Ausgabe 3 des Werkraum Zukunft, diesmal zum Thema Digitalisierung in der Verwaltung.

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Buch

Ich habe von der lieben Stephanie Borgert ihr neuestes Buch "Erfolg ist ein

Mannschaftssport - Das Playbook für mehr Selbstorganisation im Unternehmen" als Rezensionsexemplar auf meinem Nachttisch liegen (das ist wirklich so ;-)


Und schon nach dem ersten Reinblättern und Überfliegen kann ich das Buch gut und gerne hier empfehlen. Jedoch - das als Warnung ;-) - es liefert nicht die vielleicht gewünschten Rezepte (Gott sei Dank), sondern lädt über das Angebot, neu und anders an das Konzept der Selbstorganisation im Unternehmen heranzugehen, ein, die Zutaten für den individuellen Wandel im immer individuellen Unternehmen selbst zusammenzustellen (und sich daraus - um im Bilde zu bleiben - seine eigene Suppe zu kochen).


Und die Rezension zum Buch wird es bald als Podcast geben...

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Link

Ich habe mit Sicherheit schon einmal Beiträge vom Blog Komfortzonen.de hier im Newsletter geteilt, oder? Ach ja, letztes Mal... ;-)


Na, egal, es lohnt sich immer wieder, auf der Seite von Dirk Bathen, Valentin Heyde und Jörg Jelden vorbeizuschauen, die zu Haltungen, Denkmodellen und Workshop-Tools schreiben, die sie in der Prozessbegleitung nutzen. Daraus lassen sich viele Erkenntnisse gewinnen, wie Workshops, remote wie analog, besser gemacht werden können. Also: Viel Spaß beim Stöbern!

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Tool

Ein für mich wichtiger Schritt, um Workshops gut beginnen und abschließen zu können, sind CheckIns und CheckOuts.


Damit ist gemeint, dass man bei Meetings, Workshops, Tagungen etc. nicht mit der Tür ins Haus fällt, sondern die Teilnehmer*innen abholt, einlädt und eine gemeinsame Arbeitsatmosphäre schafft. Dazu eignen sich Fragen, die auf den ersten Blick (vielleicht) gar nichts mit dem eigentlichen Thema zu tun haben. Zwei Tools, die Dir Fragen an die Hand geben sind http://tscheck.in und http://checkin.daresay.io.


Ich gehe immer so vor, dass ich eine*n Teilnehmer*in nach eine Zahl zwischen 1 und 10 frage und dann bei einem der beiden Tools entsprechend der Zahl klicke. Daraus ergeben sich garantiert überraschende Fragen, deren Beantwortung die Aufmerksamkeit für alle Beteiligten erhöhen.


Oder welches Tier wärst Du gerade gerne?

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Du hast Lust, mit mir zu arbeiten?

Mit IdeeQuadrat begleite ich soziale, gemeinnützige Organisationen, NPO’s und Bildungseinrichtungen als Vorreiter gesellschaftlicher Transformation.


Ich bin davon überzeugt, dass diese Organisationen die Fähigkeiten zur Gestaltung ihrer Zukunft in ihrer “Organisations-DNA” tragen – insbesondere die Fähigkeit zu


  • selbstorganisierter Zusammenarbeit,
  • Sinnstiftung,
  • Innovation und
  • dem ganzheitlichen Einbezug der Kompetenzen aller beteiligten Menschen. 


Durch die Freilegung der “DNA unter den Management-Strukturen” werden diese Fähigkeiten wieder lebendig. 


Gemeinsam können wir diese Fähigkeiten wieder lebendig werden lassen. 


Ich freue mich auf Deine Anfrage...


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