🖤 Ernste Worte: Geld, Schreiben, Zukunft. 💶📝
Feb 11, 2026 6:36 am
📝 Ernste Worte: Geld, Schreiben, Zukunft. 💶
Heute wird es mal wieder etwas persönlicher (und ernster) in meinem Newsletter. Es geht um:
- Existenzangst
- knallharte Zahlen
- meinen Schreibplan 2026
- Zeit für die richtigen und wichtigen Dinge
- Drei heiße 99-Cent-Deals für dich!
Wenn du mich schon länger kennst, weißt du ja, dass ich keine "Schnellschreiberin" bin und eher so ein bis zwei Romane im Jahr veröffentliche - und dass ich als Selfpublisherin unterwegs bin, was bedeutet: Ich habe keinen Verlag und kümmere mich um alles selbst. Und genau dadurch (dass ich mich um alles rund um die Veröffentlichung selbst kümmere) geht ein Großteil meiner "Schreib"zeit eben just nicht fürs Schreiben drauf, sondern für alles mögliche andere vom Buchcover übers Lektorat und Korrektorat, Hörbücher, Print-Ausgaben bis zum Marketing.
Vor vier, fünf Jahren hatte ich als Selfpublisherin auch mit ein bis zwei Veröffentlichungen pro Jahr einen Zusatzverdienst, der gereicht hat, um den fehlenden Lohn in meinem "Brotjob" auszugleichen, da ich dort seit 2021 nur in Teilzeit (20 Stunden die Woche) arbeite. Aber mittlerweile ist Amazon - meine Hauptverkaufsplattform - so instabil und volatil geworden, dass es fast schon an Glück grenzt, wenn ein Release mal NICHT von einem Bug (technischen Fehler) betroffen ist.
Dazu kommt, dass die Boni, die Amazon seinen Autor*innen zusätzlich zu den Tantiemen pro Verkauf und gelesenen Seiten zahlt, längst nicht mehr so hoch sind wie früher. Zum Vergleich: Bekam man Anfang 2022 für eine bestimmte Mindestanzahl gelesener Seiten über Kindle Unlimited noch einen Autorenbonus zwischen 500 und 7500 Euro, gibt es heute nur noch Buchboni, die 1.000 € höchst selten überschreiten (da müsste man schon einen Top-100-Bestseller über einen ganzen Monat haben).
Bei mir lagen die Bücherboni in den letzten Jahren bei 140 bis 270 € pro Buch - im Vergleich zu den Autorenboni von damals ist das quasi nichts. Wieder ein Vergleich: Mit meinem erfolgreichsten Roman "Rockstar Daddy" (lies ihn, er ist wirklich gut! 😁) hätte ich für den Veröffentlichungsmonat nach dem alten Bonussystem wahrscheinlich einen Autoren- und Buchbonus von (insgesamt) über 4.000 € bekommen. Tatsächlich bekam ich nur einen Buchbonus von nicht mal 1.000 €, da das neue Vergütungssystem da schon seit einem halben Jahr galt. Also über 3.000 € mehr haben oder nicht haben in meinem Fall.
Bei einer Buchveröffentlichung pro Jahr fallen die durchaus ins Gewicht. Aber wie ich oben schon geschrieben habe, liegt das Problem ja nicht nur bei den weggefallenen Boni, sondern auch bei Amazon selbst, weil kaum eine Veröffentlichung ohne technische Probleme verläuft: eingefrorene Rankings, komplett fehlende Rankings, nicht in der Suche auffindbare Bücher, nicht im Autorenprofil verknüpfte Bücher, Hörbücher, die nicht verknüpft werden, Followermails, die nicht rausgehen oder erst zwei Monate nach der Veröffentlichung rausgehen, Bewertungen oder Rezensionen, die wochenlang nicht freigeschaltet werden - die Liste ist unendlich. All das führt dazu, dass eine Menge mit Herzblut geschriebene Bücher nicht auf Amazon gefunden werden und sich damit auch nicht wie erhofft verkaufen.
Was aber noch viel dramatischer ist: Seit Amazon seine Prime-Titel und Eigenverlagsbücher (von Montlake, Edition M, Tinte & Feder usw.) massiv pusht und im Ranking bevorteilt und dazu immer mehr mit KI geschriebene Bücher und (mehr schlechte als rechte) Übersetzungen aus den USA auf den deutschsprachigen Buchmarkt kommen, ist der Wettbewerb um die vorderen Plätze quasi explodiert - mit der Konsequenz, dass selbst gute Bücher nicht mehr lange sichtbar bleiben (weil sie von anderen, neuen Büchern und den Amazon-Eigenverlags-Publikationen sowie Prime-Büchern recht schnell verdrängt werden).
Ich habe mir das jetzt ein paar Jahre angesehen, mich mit Kolleg*innen darüber ausgetauscht und überlegt, welche Strategie ich für meine zukünftigen Veröffentlichungen fahren soll. Schneller schreiben - schaffe ich nicht, wenn ich mich um alles selbst kümmere, weil ich den Anspruch an meine Bücher nicht herunterschrauben will, um dir als Leser*in eine gleichbleibende Qualität bieten zu können. Markttauglicher schreiben - habe ich versucht mit Boss Romance und Sports Romance, aber seien wir ehrlich: Mein Herz schlägt für Rockstars - für sensible Künstler, die immer ein wenig gebrochen sind, eine harte Schale und einen weichen Kern haben. Das ist mir beim Schreiben von "Heartbeat Retreat" einmal mehr bewusst geworden. Und darum möchte ich dieses Jahr gern wieder zu meinen Wurzeln zurückkehren.
Gleichzeitig muss ich aber auch schauen, dass ich Chancen, die sich mir bieten, effizient nutze, und Dinge, die mich vom Schreiben abhalten, und die mich mehr kosten, als sie mir einbringen, konsequent sein lasse. Darum habe ich unter anderem beschlossen, dass es vorerst keine Buchboxen mehr von mir geben wird, weil der Aufwand für das Designen und Bestellen der Goodies sowie für das Verschicken viel zu hoch ist. Stattdessen wird es erst mal nur noch Hardcover-Ausgaben über Amazon geben, weil das der einzige Print-on-Demand-Anbieter ist, bei dem man keine Initialkosten bei einer 1A-Druckqualität hat, und ich zu wenige Printbücher verkaufe, als dass ich das vorab investierte Geld je wieder reinbekommen würde. (Ist leider ein Fakt: Printbücher sind reine Liebhaberei - ich mache damit nicht nur Minus, ich verliere auch wertvolle Schreibzeit, weil der zeitliche Aufwand des Buchsetzens, der Covererstellung usw. zehnmal höher ist als bei einem E-Book.)
Auch Hörbücher werde ich vorerst nicht direkt zum Release anbieten, weil der zeitliche Aufwand (Hörbuchsprecher suchen, Sprecher instruieren, Testhören - mehrmals, Kommunikation mit dem Verlag usw.) viel zu hoch ist, mich extrem stresst und finanziell ähnlich wie die Prints kaum etwas abwirft.
Kurz gesagt: Wenn ich die Zeit, die ich damit spare, ins Schreiben eines neuen Buchs investiere, habe ich finanziell deutlich mehr davon. Und du hast auch mehr davon: Denn du bekommst auf diese Weise mehr Geschichten von mir - wenn auch nicht mehr in Form von Buchboxen und Hörbüchern - jedenfalls nicht dieses Jahr, denn diese Liebhaberei hebe ich mir für bessere Zeiten auf.
Mein Plan sieht also wie folgt aus: Ich werde versuchen, Zeit für "unnütze" Dinge (also alles, was sich finanziell nicht trägt) einzusparen, und dafür hoffentlich mehr reine Schreibzeit haben. So hoffe ich, dieses Jahr nicht nur ein bis zwei, sondern eher drei bis vier Bücher veröffentlichen zu können. Da der Amazon-Algorithmus häufigere Veröffentlichungen mag - speziell, wenn man eine begonnene Reihe fortsetzt, will ich dieses Jahr sowohl meine "Second Chance For Love"-Reihe fortsetzen als auch meine "L.A. Rockstars"-Reihe.
Und da ich Chancen, die sich mir (zusätzlich) bieten (wie das Gemeinschaftsprojekt mit Aaron, das für uns beide eine richtig glückliche Fügung war), ergreifen will, habe ich beschlossen, dass ich zuerst Band 4 der "Second Chance For Love"-Reihe schreiben will, weil eins der Bücher dieser Reihe ab Juni in Prime Reading sein wird und ich hoffe, dass sich die Prime-Sichtbarkeit dann auch positiv auf den Rest der Reihe auswirken wird, speziell meine neue (geplante) Veröffentlichung.
Heißt für mich, dass ich mich jetzt ordentlich ins Zeug legen muss, um dieses Buch zu schreiben, damit es pünktlich zur neuen Prime-Welle im Juni erscheinen kann - vorerst ohne Hörbuch, aber dafür voller Herzblut. Danach will ich dann endlich Davians und Johnnys Bandkollegen verkuppeln. Und ein gewisser Surfer (Bobby-Lees Bruder) hat auch schon angeklopft und gefragt, ob ich seine Geschichte noch mal in einem Gemeinschaftsprojekt mit Aaron aufschreiben will. Und glaub mir, Jack (und Aaron) können SEHR penetrant sein! Es bleibt also spannend, und ich hoffe, dass du mich weiterhin auf diesem Weg begleitest.
Was ich bei all dem noch gar nicht erwähnt habe, sind zwei Dinge, die mich seit inzwischen mehr als zwei Jahren beschäftigen, und die zu der am Anfang erwähnten Existenzangst mit beitragen: Da ist zum einen der Arbeitsplatz in meinem "Brotjob". (Ich schreibe das bewusst in Anführungsstrichen, weil beide Jobs - der "Brotjob" und meine Schreiberei - etwa gleich viel abwerfen. Meine Schreiberei ist also genauso Brotjob wie mein Angestelltenverhältnis.)
Mein Freund und ich, wir arbeiten seit über 15 Jahren in derselben Firma - mittlerweile im sechsten Jahr remote. Die Firma ist die Tochter eines großen deutschen Medienkonzerns. Aber der Konzernchef will, dass die Angestellten wieder regelmäßig ins Büro kommen. Da wir vor zweieinhalb Jahren mit unseren Kindern aus Berlin weggezogen sind, können wir jedoch nicht zurück ins Büro - jedenfalls nicht drei Tage die Woche, wie es von der Konzernleitung gewünscht wird.
Aktuell haben wir noch eine Schonfrist bis Ende 2026. Was danach passiert, ist völlig ungewiss. Und diese ständige Ungewissheit, was mit den Remote-Mitarbeiter*innen passieren wird, das Bangen um unsere Jobs, tragen wir seit mittlerweile zwei Jahren mit uns herum. Du kannst dir das flaue Gefühl im Magen sicher vorstellen jedes Mal, wenn die Geschäftsführung eine neue Hiobsbotschaft verkündet - und davon gab es in den letzten zwei Jahren einige: Es wurden Abteilungen geschlossen, Tochterunternehmen dichtgemacht, um die 500 Leute entlassen ... und jedes Mal fragen wir uns: Sind wir die nächsten? Und was bedeutet das dann für uns (da wir beide dort angestellt sind)?
Vielleicht kannst du nachfühlen, wie uns das als Familie belastet - und verstehst meine finanziellen Überlegungen dadurch besser - meine Ambition, mich (jetzt erst recht) über meine Schreiberei abzusichern. Aber das bedeutet dann eben auch, mehr zu schreiben, länger zu arbeiten - und dabei Familienzeit einzubüßen. Von der ich gerade jetzt eigentlich mehr bräuchte, denn unsere Kinder sind inzwischen 8 und 10 - die Kleine ist in der Wackelzahnpubertät, was mich als hochsensiblen Menschen oft an meine Grenzen bringt, und mit unserem Sohn habe ich viel Fahrerei für seine Therapien. "Leicht" ist definitiv anders.
Doch bevor ich diesen Newsletter beende, möchte ich eins dennoch ganz klar sagen: Ich bin nicht allein auf diesem Weg – weil es dich gibt. 🫶
Die liebevollen Rückmeldungen zu "Heartbeat Retreat" in den letzten drei Wochen haben mich fast mit Leichtigkeit durch diese echt stressige Phase getragen: Die Nachrichten, die Aaron und ich bekommen haben, die Blogbeiträge, Markierungen, Weiterempfehlungen, das Teilen der Songs, die du rauf und runter hörst – all das ist nicht selbstverständlich. Und es ist auch nicht nur „nett“. Es macht einen echten Unterschied.
Zu sehen, dass der Roman bei Amazon aktuell bei 4,8 von 5 Sternen steht, zu lesen, wie sehr dich die Geschichte berührt hat – das gibt mir Kraft und Motivation in einer Zeit, die oft von Unsicherheit geprägt ist.
Wenn du mich weiter unterstützen möchtest, dann ist eine Sache übrigens besonders wertvoll: eine ehrliche Rezension – egal ob zu "Heartbeat Retreat" oder einem meiner anderen Bücher. Rezensionen helfen nicht nur mir, sondern auch anderen Leser*innen, meine Geschichten überhaupt zu finden. Und manchmal gibt genau diese eine begeisterte Rezension den Ausschlag, der darüber entscheidet, ob ein Buch sichtbar bleibt oder nicht.
Ganz egal, ob du rezensierst, das Buch weiterempfiehlst, meine Songs hörst, meine Newsletter liest oder mir einfach schon lange still folgst: Danke. Von Herzen. 🥰
Dass du hier bist, dass du meine Geschichten begleitest – das ist alles andere als selbstverständlich, und ich hoffe sehr, dass du mich auch bei meinen nächsten Schritten begleitest. Denn es werden neue Geschichten kommen. Vielleicht ein bisschen reduzierter im Drumherum – aber mit mindestens genauso viel Herz. ❤️
Und da nicht nur ich, sondern auch meine lieben Kolleginnen um Sichtbarkeit kämpfen, habe ich auch heute wieder drei romantische Lesetipps für dich - sie alle kosten dich nur 99 Cent, das ist weniger als ein Coffee to go, also schlag zu (KLICK AUFS BILD für alle 3 Bücher bei Amazon):
💙 Mr. CEO and a Cold Heart von Kim S. Caplan
Ein milliardenschwerer CEO, der gelernt hat, nichts zu fühlen, und eine toughe Anwältin, die genau weiß, was sie nicht will – und es trotzdem bekommt.
Was als One-Night-Stand zwischen Jeremy und Vivian beginnt, wird zu einem Wochenende voller Nähe, Gespräche und gefährlich echter Gefühle. Doch Jeremys dunkles Familiengeheimnis droht alles zu zerstören.
👉 Perfekt für dich, wenn du CEO Romance & Millionär-Lovestorys liebst.
🧡 Manhattan Dynasty: Brian von Christina Young 💎🔥
Ein freiheitsliebender Milliardär, der Gefühle meidet.
Eine vorlaute Assistentin, die ihm gefährlich nahekommt.
Was passiert, wenn Brian und Ava eine Fake-Beziehung eingehen, die komplett aus dem Ruder läuft, und ein Schwangerschaftstest plötzlich alles verändert?
👉 Perfekt für dich, wenn du Fake Dating und Baby Surprise magst.
🩵 Unexpected Confessions von Rebecca Baker
Ein reicher, unnahbarer CEO, eine verpasste Lieferung und ein One-Night-Stand, der alles verändert.
Was als Versuch beginnt, über eine miese Trennung hinwegzukommen, endet mit einem Schock am Montagmorgen: Der attraktive Nachbar, bei dem das Paket mit Sadies Toys gelandet ist, und mit dem sie daraufhin eine heiße Nacht verbracht hat, ist plötzlich ihr neuer Boss. Und dann zeigen zwei rosa Streifen, dass die Geschichte mit Jeremiah alles andere als vorbei ist ...
👉 Perfekt für dich, wenn du gern Boss Romance und Baby Surprise liest.
Viel Spaß beim Schmökern!
Alles Liebe
Aaliyah 💖
PS: Wusstest du schon, dass es zu "Heartbeat Retreat" auch passende Songs zum Anhören gibt? Die komplette BUCH-PLAYLIST findest du hier auf Spotify:
Außerdem gibt es zu allen 6 Songs, die ich für den Roman geschrieben habe, auch Youtube-Videos mit den Liedtexten:
Und im Abonnentenbereich meiner Homepage (nach unten scrollen zu "Songs"‼️) findest du alle 6 Songs als Download sowie das 🔥VERY SPICY Bonuskapitel 🔥, das Aaron extra für unsere Newsletter-Abonnent*innen geschrieben hat:
👉 https://aaliyah-abendroth.com/Gratis-fuer-dich/
🔐 Passwort: Abendroth2022 (Groß-/Kleinschreibung beachten!)